Die technologischen Entwicklungen – auch im Verwaltungsbereich – zwingen zum Umdenken in Ausbildung und Beruf. Funktionsorientierte und fachsystematische Ausbildung verlieren an Bedeutung. Prozessorientierung und ERP-Systeme müssen in die Ausbildung integriert werden, um jungen Menschen in der Zukunft einen Arbeitsplatz zu sichern. Dieses wird am Beispiel der Integration von Prozesssteuerungssoftware in das schulische Modellunternehmen gezeigt. Der Autor stellt dar, wie die Integration dieser Systeme im Rahmen einer prozessorientierten Berufsausbildung in der dreijährigen Berufsfachschule (mit Kammerabschluss) zukünftig gefragte berufliche Handlungskompetenzen – auch unter Berücksichtigung des europäischen Qualifikationsrahmens (EQF) – entstehen lässt. Besondere Berücksichtigung findet dabei das Verhältnis zwischen systematisierendem Unterricht und Lernbüroarbeit. Ansätze einer fächerauflösenden prozessorientierten curricularen Struktur und deren reale Umsetzung werden vorgestellt.